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Wie weit die Futterkosten auseinanderliegen

Derselbe Hund, derselbe Bedarf — und trotzdem ein Vielfaches Unterschied.

Auswertung

Der typische Monatswert ist die belastbare Orientierung

54,20 € im Monat, Median Trockenfutter

Typischer Monatswert innerhalb von 725 Trockenfutter-Sorten. Die Hälfte liegt darunter, die Hälfte darüber.

235,95 € im Monat, Median Nassfutter

Typischer Monatswert innerhalb von 510 Nassfutter-Sorten. Die Hälfte liegt darunter, die Hälfte darüber.

Gerechnet für einen normal ausgelasteten, unkastrierten 20-kg-Hund in idealer Figur: 1.040 kcal am Tag. Alle Sorten decken denselben Bedarf — der Unterschied entsteht ausschließlich aus Preis und Energiedichte, nicht daraus, dass es vom teureren Futter mehr gäbe.

Die Gesamtspanne von 9,77 € bis 856,04 € im Monat ist richtig gerechnet, aber keine typische Kaufentscheidung. Sie stellt Fit+fun Croc mit Rind (15 kg für 14,89 €) einer Packung Cesar Garten-Terrine Lamm, Karotten und Koriander (0,60 kg für 12,49 €) gegenüber. Niemand ernährt einen 20-kg-Hund ausschließlich aus Terrinen dieser Größe, und niemand schwankt zwischen diesen beiden Produkten.

Deshalb steht auf dieser Seite der Median im Vordergrund und gleich darunter die Verteilung. Ein einzelner Extremwert verschiebt den Median nicht — das ist der ganze Grund, warum er hier die bessere Zahl ist. Der Extremwert bleibt trotzdem stehen: Er ist echt, und wer ihn nachrechnen will, findet ihn.

Die günstigste Sorte im Bestand ist Fit+fun Croc mit Rind mit 9,77 € im Monat für denselben Hund. Bei Fressnapf ansehenAnzeige

Belastbarer als beide Enden ist die mittlere Hälfte: Sie liegt zwischen 49,15 € und 204,38 € im Monat. Ein Viertel der Sorten ist günstiger, ein Viertel teurer. Das ist die Zahl, gegen die sich schwer argumentieren lässt — und selbst sie bedeutet, dass dieselbe Fütterung im Jahr rund 1.863 € auseinanderliegen kann.

Wo die Masse liegt

Eine Spanne nennt zwei Enden und verschweigt, was dazwischen passiert. Die Verteilung zeigt es: Jede Säule ist eine Kostenklasse, ihre Höhe die Zahl der Sorten darin. Nass- und Trockenfutter sind getrennt eingefärbt, weil eine gemeinsame Säule vor allem zeigen würde, welche Art zufällig häufiger erfasst ist.

01052101085159234309384€ im Monat, 20-kg-HundMedian 90 €
  • Trockenfutter
  • Nassfutter

Gezeigt sind die 1.173 Sorten bis 384 € im Monat — das sind 95 % des Bestands. Die 62 teuersten Sorten liegen darüber, bis 856 €; sie würden die Skala so weit strecken, dass alle übrigen in einer einzigen Säule verschwänden. Sie fehlen im Bild, nicht in der Rechnung: Median, Quartile und Faktor oben sind über alle 1.235 Sorten gerechnet.

Und innerhalb einer Futterart?

Monatskosten je Futterart, getrennt nach Nass- und Trockenfutter. Die erste Spalte nennt die Futterart, die weiteren die Zahl der erfassten Sorten, die Monatskosten der günstigsten, der mittleren und der teuersten Sorte sowie den Faktor zwischen günstigster und teuerster.
ArtSortengünstigsteMedianteuersteFaktor
TrockenfutterFit+fun Croc mit Rind bis Beg Buddy Insekten, Hypoallergen & Sensitive7259,77 €54,20 €221,44 €22,7×
NassfutterFit+fun Adult, Ragout, Rind bis Cesar Garten-Terrine Lamm, Karotten und Koriander51045,85 €235,95 €856,04 €18,7×

Auch das ist noch ein Vielfaches — und diesmal zwischen Produkten, die tatsächlich nebeneinander im Regal stehen. Der Unterschied zwischen den beiden Medianen ist die eigentliche Entscheidung: Sie fällt nicht zwischen zwei Sorten, sondern zwischen zwei Futterarten.

Trockenfutter nach Hundegröße

Trockenfutter-Monatskosten nach Hundegewicht. Verglichen werden der Median und das günstige zehnte Perzentil innerhalb von 725 Trockenfutter-Sorten.
HundBedarf/Taggünstige 10 %Median TrockenfutterDifferenz/Jahr
5 kg368 kcal9,69 €19,16 €114 €
10 kg619 kcal16,29 €32,22 €191 €
20 kg1.040 kcal27,39 €54,20 €322 €
30 kg1.410 kcal37,13 €73,46 €436 €
40 kg1.750 kcal46,07 €91,15 €541 €

Die Spalte ganz rechts vergleicht den Trockenfutter-Median mit dem günstigen Zehntel, nicht mit einem einzelnen Extremwert. Die relative Spanne bleibt bei jedem Gewicht gleich; nur der Eurobetrag wächst mit dem Energiebedarf.

Was daraus folgt

Die Futterkosten sind der größte laufende Posten eines Hundelebens, und sie sind der einzige, der sich ohne Verzicht ändern lässt: Steuer, Haftpflicht und Tierarzt liegen fest, das Futter nicht. Beim Trockenfutter liegen zwischen der mittleren Sorte und dem günstigen Zehntel für einen 20-kg-Hund rund 322 € im Jahr — bei gleicher Energiemenge im Napf und gerechnet über 725 Sorten.

Wie viel es beim eigenen Hund ist, rechnet der Futterrechner mit dessen Gewicht, Aktivität und Kastrationsstatus aus; für Katzen gibt es den Katzenrechner mit eigener Bedarfsformel. Wo das Futter im gesamten Jahresbudget steht, zeigt der Kostenrechner. Und warum der Kilopreis am Regal für diese Entscheidung nichts taugt, steht unter Kilopreis-Irrtum.

Wo diese Aussage endet

Sie sagt nicht, dass das teuerste Futter sein Geld nicht wert ist, und erst recht nicht, dass das günstigste das bessere wäre. Ein niedriger Preis je Kalorie ist eine Kostenaussage, keine Qualitätsaussage. Wer wechseln will, sollte auf den Proteingehalt achten — der Futterrechner warnt ausdrücklich, wenn die günstigere Alternative weniger liefert, auch wenn uns das Provision kostet.

Sie beschreibt außerdem den erfassten Ausschnitt, nicht den Markt: Die Datenbank enthält, was verbreitet gefüttert wird. Kämen morgen hundert Discountsorten dazu, verschöbe sich der Median nach unten — die Zahlen auf dieser Seite werden bei jedem Seitenaufbau neu gerechnet und ändern sich deshalb mit dem Bestand. Diätfuttermittel fehlen bewusst ganz: Sie wählt man nach tierärztlicher Anweisung und nicht nach dem Preis.

Umgestellt wird über sieben bis zehn Tage, nicht von einem Tag auf den anderen. Bei Welpen, kranken oder trächtigen Hunden gehört die Fütterung ohnehin in tierärztliche Hand.

Für denselben 20-kg-Hund liegen die monatlichen Futterkosten weit auseinander — beim Trockenfutter liegt zwischen der mittleren Sorte und dem günstigen Zehntel bei Alleinfütterung rund 322 Euro im Jahr.

Der Befund als Bild — zum Speichern oder Weitergeben. Die Zahl darin wird bei jedem Seitenaufbau neu gerechnet, aus denselben Daten wie oben.

Wie das gerechnet ist

Für jede Sorte mit Preis wird der Preis je 1 000 kcal gebildet (Preis ÷ (kcal/100 g × Packungsgröße × 10) × 1 000) und mit dem Tagesbedarf des Referenzhundes sowie 30,44 Tagen je Monat multipliziert. Die Energie stammt aus der Herstellerdeklaration, sonst aus den modifizierten Atwater-Faktoren — wie genau die treffen, ist unter Atwater nachgemessen. Jeder Preis trägt sein Abrufdatum; alle Sorten mit Quelle stehen im Verzeichnis.