Wie weit die Futterkosten auseinanderliegen
Derselbe Hund, derselbe Bedarf — und trotzdem ein Vielfaches Unterschied.
Wie weit die Monatskosten auseinanderliegen
9,77 € im Monat, günstigste
89,30 € im Monat, mittlere Sorte
Median über 1213 Sorten — die Hälfte liegt darüber
912,50 € im Monat, teuerste
Gerechnet für einen normal ausgelasteten, unkastrierten 20-kg-Hund in idealer Figur: 1.040 kcal am Tag. Alle Sorten decken denselben Bedarf — der Unterschied entsteht ausschließlich aus Preis und Energiedichte, nicht daraus, dass es vom teureren Futter mehr gäbe.
Der Faktor 93,4 zwischen den beiden Enden ist richtig gerechnet und als Aussage trotzdem wertlos. Er stellt Fit+fun Croc mit Rind (15 kg für 14,89 €) einer Packung Schesir Adult Huhn mit Ananas (2,70 kg für 39,99 €) gegenüber. Niemand ernährt einen 20-kg-Hund ausschließlich aus Terrinen dieser Größe, und niemand schwankt zwischen diesen beiden Produkten.
Deshalb steht auf dieser Seite der Median im Vordergrund und gleich darunter die Verteilung. Ein einzelner Extremwert verschiebt den Median nicht — das ist der ganze Grund, warum er hier die bessere Zahl ist. Der Extremwert bleibt trotzdem stehen: Er ist echt, und wer ihn nachrechnen will, findet ihn.
Die günstigste Sorte im Bestand ist Fit+fun Croc mit Rind mit 9,77 € im Monat für denselben Hund. Preisbeleg bei fressnapf ansehen
Belastbarer als beide Enden ist die mittlere Hälfte: Sie liegt zwischen 50,85 € und 214,13 € im Monat. Ein Viertel der Sorten ist günstiger, ein Viertel teurer. Das ist die Zahl, gegen die sich schwer argumentieren lässt — und selbst sie bedeutet, dass dieselbe Fütterung im Jahr rund 1.959 € auseinanderliegen kann.
Wo die Masse liegt
Eine Spanne nennt zwei Enden und verschweigt, was dazwischen passiert. Die Verteilung zeigt es: Jede Säule ist eine Kostenklasse, ihre Höhe die Zahl der Sorten darin. Nass- und Trockenfutter sind getrennt eingefärbt, weil eine gemeinsame Säule vor allem zeigen würde, welche Art zufällig häufiger erfasst ist.
- Trockenfutter
- Nassfutter
Gezeigt sind die 1152 Sorten bis 417 € im Monat — das sind 95 % des Bestands. Die 61 teuersten Sorten liegen darüber, bis 913 €; sie würden die Skala so weit strecken, dass alle übrigen in einer einzigen Säule verschwänden. Sie fehlen im Bild, nicht in der Rechnung: Median, Quartile und Faktor oben sind über alle 1213 Sorten gerechnet.
Und innerhalb einer Futterart?
| Art | Sorten | günstigste | Median | teuerste | Faktor |
|---|---|---|---|---|---|
| TrockenfutterFit+fun Croc mit Rind bis Wildfang VetLine mit Peptiden - Gewichtskontrolle und Gelenkpflege | 706 | 9,77 € | 55,22 € | 903,77 € | 92,5× |
| NassfutterFit+fun Adult, Ragout, Rind bis Schesir Adult Huhn mit Ananas | 507 | 45,86 € | 245,73 € | 912,50 € | 19,9× |
Auch das ist noch ein Vielfaches — und diesmal zwischen Produkten, die tatsächlich nebeneinander im Regal stehen. Der Unterschied zwischen den beiden Medianen ist die eigentliche Entscheidung: Sie fällt nicht zwischen zwei Sorten, sondern zwischen zwei Futterarten.
Nach Hundegröße
| Hund | Bedarf/Tag | günstigste | Median | teuerste | Differenz/Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| 5 kg | 368 kcal | 3,45 € | 31,57 € | 322,62 € | 337 € |
| 10 kg | 619 kcal | 5,81 € | 53,10 € | 542,58 € | 567 € |
| 20 kg | 1.040 kcal | 9,77 € | 89,30 € | 912,50 € | 954 € |
| 30 kg | 1.410 kcal | 13,24 € | 121,04 € | 1.236,81 € | 1.294 € |
| 40 kg | 1.750 kcal | 16,43 € | 150,18 € | 1.534,64 € | 1.605 € |
Die Spalte ganz rechts vergleicht die günstigste Sorte mit der mittleren, nicht mit der teuersten — das ist der Betrag, den ein Wechsel realistisch bringt. Die Spanne selbst hängt nicht vom Gewicht ab, nur ihr Betrag: Der Faktor 93,4 gilt für jeden Hund gleichermaßen, weil er sich herauskürzt.
Was daraus folgt
Die Futterkosten sind der größte laufende Posten eines Hundelebens, und sie sind der einzige, der sich ohne Verzicht ändern lässt: Steuer, Haftpflicht und Tierarzt liegen fest, das Futter nicht. Ein Wechsel von einer mittleren auf eine günstige Sorte spart bei einem 20-kg-Hund rund 954 € im Jahr — bei gleicher Energiemenge im Napf.
Wie viel es beim eigenen Hund ist, rechnet der Futterrechner mit dessen Gewicht, Aktivität und Kastrationsstatus aus; für Katzen gibt es den Katzenrechner mit eigener Bedarfsformel. Wo das Futter im gesamten Jahresbudget steht, zeigt der Kostenrechner. Und warum der Kilopreis am Regal für diese Entscheidung nichts taugt, steht unter Kilopreis-Irrtum.
Wo diese Aussage endet
Sie sagt nicht, dass das teuerste Futter sein Geld nicht wert ist, und erst recht nicht, dass das günstigste das bessere wäre. Ein niedriger Preis je Kalorie ist eine Kostenaussage, keine Qualitätsaussage. Wer wechseln will, sollte auf den Proteingehalt achten — der Futterrechner warnt ausdrücklich, wenn die günstigere Alternative weniger liefert, auch wenn uns das Provision kostet.
Sie beschreibt außerdem den erfassten Ausschnitt, nicht den Markt: Die Datenbank enthält, was verbreitet gefüttert wird. Kämen morgen hundert Discountsorten dazu, verschöbe sich der Median nach unten — die Zahlen auf dieser Seite werden bei jedem Seitenaufbau neu gerechnet und ändern sich deshalb mit dem Bestand. Diätfuttermittel fehlen bewusst ganz: Sie wählt man nach tierärztlicher Anweisung und nicht nach dem Preis.
Umgestellt wird über sieben bis zehn Tage, nicht von einem Tag auf den anderen. Bei Welpen, kranken oder trächtigen Hunden gehört die Fütterung ohnehin in tierärztliche Hand.
Der Befund als Bild — zum Speichern oder Weitergeben. Die Zahl darin wird bei jedem Seitenaufbau neu gerechnet, aus denselben Daten wie oben.
Wie das gerechnet ist
Für jede Sorte mit Preis wird der Preis je 1 000 kcal gebildet (Preis ÷ (kcal/100 g × Packungsgröße × 10) × 1 000) und mit dem Tagesbedarf des Referenzhundes sowie 30,44 Tagen je Monat multipliziert. Die Energie stammt aus der Herstellerdeklaration, sonst aus den modifizierten Atwater-Faktoren — wie genau die treffen, ist unter Atwater nachgemessen. Jeder Preis trägt sein Abrufdatum; alle Sorten mit Quelle stehen im Verzeichnis.