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Was die Deklaration über den Preis verrät

Innerhalb einer Futterart kostet die teuerste erfasste Sorte ein Vielfaches der günstigsten. Auf der Packung steht davon fast nichts.

Auswertung

Der Befund

4 Gruppen aus Tierart und Futterart

Jede Futterart ist hier nach dem Preis je 1 000 Kalorien in vier gleich große Viertel geteilt — vom günstigsten zum teuersten. Für jedes Viertel steht daneben, was die Hersteller deklarieren: Rohprotein und Rohfett, umgerechnet auf Trockensubstanz, damit der Wassergehalt nicht mitrechnet.

4/4 Gruppen mit überlappender Deklaration

Die mittleren 50 % des günstigsten und des teuersten Viertels überschneiden sich

2/4 ohne durchgehenden Anstieg

der Protein-Median steigt nicht von Viertel zu Viertel

32× Preisspanne im weitesten Fall

Katzen, Nassfutter — je 1 000 kcal

Zusammengefasst: Der Preis je Kalorie spannt innerhalb einer Futterart bis zum 32-fachen. Der deklarierte Proteingehalt bewegt sich dabei im weitesten Fall um +3,1 Prozentpunkte (Hunde, Trockenfutter) — und in 2 der 4 Gruppen nicht einmal gleichmässig.

Hunde, Trockenfutter

385 Sorten

Vom günstigsten zum teuersten Viertel steigt der Preis je 1 000 Kalorien von 0,36 € auf bis zu 6,99 €. Der Protein-Median geht dabei von 26,4 % auf 29,5 % — +3,1 Prozentpunkte, und zwar durchgehend über alle vier Viertel.

Auf schmalen Bildschirmen zeigt die Tabelle Viertel, Preis und Protein. Der Fettgehalt steht ab Tabletbreite wieder daneben; er bewegt sich hier kaum (13,9 % im günstigsten gegen 16,3 % im teuersten Viertel).

Hunde, Trockenfutter: 385 Sorten, nach Preis je 1 000 Kilokalorien in vier gleich große Viertel geteilt. Die erste Spalte nennt das Viertel, die zweite die Preisspanne darin, die dritte den Median des Rohproteins auf Trockensubstanz mit den mittleren 50 % in Klammern, die vierte den Median des Rohfetts auf Trockensubstanz.
Viertel€ je 1 000 kcalProtein (TS)Fett (TS)
günstigstes96 Sorten0,36–1,13 €26,4 %24,1–28,613,9 %
2.97 Sorten1,14–1,65 €26,4 %23,1–29,314,1 %
3.96 Sorten1,65–2,59 €27,7 %25,6–30,915,5 %
teuerstes96 Sorten2,59–6,99 €29,5 %27,2–34,516,3 %

Die mittleren 50 % beider Randviertel überschneiden sich: Das günstigste Viertel reicht beim Protein bis 28,6 %, das teuerste beginnt bei 27,2 %. Eine Sorte aus dem teuren Viertel kann also weniger deklarieren als eine aus dem günstigen.

Hunde, Nassfutter

510 Sorten

Vom günstigsten zum teuersten Viertel steigt der Preis je 1 000 Kalorien von 1,45 € auf bis zu 27,03 €. Der Protein-Median geht dabei von 47,4 % auf 45,7 % — −1,7 Prozentpunkte, und dazwischen nicht durchgehend in dieselbe Richtung.

Auf schmalen Bildschirmen zeigt die Tabelle Viertel, Preis und Protein. Der Fettgehalt steht ab Tabletbreite wieder daneben; er bewegt sich hier kaum (28,6 % im günstigsten gegen 26,1 % im teuersten Viertel).

Hunde, Nassfutter: 510 Sorten, nach Preis je 1 000 Kilokalorien in vier gleich große Viertel geteilt. Die erste Spalte nennt das Viertel, die zweite die Preisspanne darin, die dritte den Median des Rohproteins auf Trockensubstanz mit den mittleren 50 % in Klammern, die vierte den Median des Rohfetts auf Trockensubstanz.
Viertel€ je 1 000 kcalProtein (TS)Fett (TS)
günstigstes128 Sorten1,45–5,25 €47,4 %41,6–50,028,6 %
2.127 Sorten5,29–7,45 €44,7 %40,5–50,328,9 %
3.128 Sorten7,45–9,65 €45,0 %40,3–50,026,0 %
teuerstes127 Sorten9,66–27,03 €45,7 %41,5–51,526,1 %

Die mittleren 50 % beider Randviertel überschneiden sich: Das günstigste Viertel reicht beim Protein bis 50,0 %, das teuerste beginnt bei 41,5 %. Eine Sorte aus dem teuren Viertel kann also weniger deklarieren als eine aus dem günstigen.

Katzen, Trockenfutter

150 Sorten

Vom günstigsten zum teuersten Viertel steigt der Preis je 1 000 Kalorien von 0,65 € auf bis zu 7,61 €. Der Protein-Median geht dabei von 36,3 % auf 37,4 % — +1,1 Prozentpunkte, und dazwischen nicht durchgehend in dieselbe Richtung.

Auf schmalen Bildschirmen zeigt die Tabelle Viertel, Preis und Protein. Der Fettgehalt steht ab Tabletbreite wieder daneben; er bewegt sich hier kaum (17,0 % im günstigsten gegen 19,0 % im teuersten Viertel).

Katzen, Trockenfutter: 150 Sorten, nach Preis je 1 000 Kilokalorien in vier gleich große Viertel geteilt. Die erste Spalte nennt das Viertel, die zweite die Preisspanne darin, die dritte den Median des Rohproteins auf Trockensubstanz mit den mittleren 50 % in Klammern, die vierte den Median des Rohfetts auf Trockensubstanz.
Viertel€ je 1 000 kcalProtein (TS)Fett (TS)
günstigstes38 Sorten0,65–1,82 €36,3 %34,7–38,017,0 %
2.37 Sorten1,85–2,50 €37,4 %35,0–39,616,5 %
3.38 Sorten2,51–3,77 €34,9 %33,0–37,818,2 %
teuerstes37 Sorten3,85–7,61 €37,4 %34,8–44,419,0 %

Die mittleren 50 % beider Randviertel überschneiden sich: Das günstigste Viertel reicht beim Protein bis 38,0 %, das teuerste beginnt bei 34,8 %. Eine Sorte aus dem teuren Viertel kann also weniger deklarieren als eine aus dem günstigen.

Katzen, Nassfutter

851 Sorten

Vom günstigsten zum teuersten Viertel steigt der Preis je 1 000 Kalorien von 2,55 € auf bis zu 81,56 €. Der Protein-Median geht dabei von 49,5 % auf 51,9 % — +2,4 Prozentpunkte, und zwar durchgehend über alle vier Viertel.

Auf schmalen Bildschirmen zeigt die Tabelle Viertel, Preis und Protein. Der Fettgehalt steht ab Tabletbreite wieder daneben — und weil er sich hier deutlich verschiebt, nennt ihn der Absatz unter der Tabelle mit beiden Werten.

Katzen, Nassfutter: 851 Sorten, nach Preis je 1 000 Kilokalorien in vier gleich große Viertel geteilt. Die erste Spalte nennt das Viertel, die zweite die Preisspanne darin, die dritte den Median des Rohproteins auf Trockensubstanz mit den mittleren 50 % in Klammern, die vierte den Median des Rohfetts auf Trockensubstanz.
Viertel€ je 1 000 kcalProtein (TS)Fett (TS)
günstigstes213 Sorten2,55–6,78 €49,5 %46,4–52,527,4 %
2.213 Sorten6,81–10,16 €50,0 %46,7–53,327,8 %
3.212 Sorten10,19–14,87 €51,0 %47,2–52,626,0 %
teuerstes213 Sorten14,94–81,56 €51,9 %48,0–58,822,0 %

Die mittleren 50 % beider Randviertel überschneiden sich: Das günstigste Viertel reicht beim Protein bis 52,5 %, das teuerste beginnt bei 48,0 %. Eine Sorte aus dem teuren Viertel kann also weniger deklarieren als eine aus dem günstigen.

Beim Fett geht es in die andere Richtung: 27,4 % im günstigsten gegen 22,0 % im teuersten Viertel. Die Zusammensetzung verschiebt sich also, statt einfach „mehr“ zu werden — und welche Verschiebung für ein bestimmtes Tier die richtige ist, sagt keine dieser Zahlen.

Was das nicht heißt

Es heißt nicht, dass ein günstiges Futter genauso gut ist. Protein und Fett sind zwei Zahlen auf der Packung — sie sagen nichts darüber, woraus das Protein stammt, wie gut es verdaulich ist, was sonst noch enthalten ist und ob eine Sorte zu einem bestimmten Tier passt. Ein Futter mit weniger deklariertem Protein kann das bessere sein, und umgekehrt.

Es heißt auch nicht, dass Hersteller etwas verschweigen. Die Deklaration ist gesetzlich geregelt und vollständig; sie ist nur nicht dafür gemacht, Qualität abzubilden. Was sie leistet, ist eine Kostenrechnung — und genau die macht diese Seite.

Was daraus folgt, ist deshalb schmal und trotzdem brauchbar: Wer zwei Sorten derselben Futterart vergleicht und den Preisunterschied mit der Deklaration begründet sieht, sollte nachsehen. Im Bestand findet sich diese Begründung meistens nicht wieder. Nachrechnen lässt sich das je Sorte im Futterrechner und im Katzenrechner.

In 4 von 4 Gruppen aus Tierart und Futterart überschneiden sich die deklarierten Proteinwerte des günstigsten und des teuersten Preisviertels, obwohl der Preis je 1 000 Kalorien bis zum 32-fachen auseinanderliegt.

Der Befund als Bild — zum Speichern oder Weitergeben. Die Zahl darin wird bei jedem Seitenaufbau neu gerechnet, aus denselben Daten wie oben.

Wie das gerechnet ist

Je Tierart und Futterart werden alle erfassten Sorten mit Preis nach dem Preis je 1 000 Kalorien sortiert und in vier gleich große Viertel geteilt. Protein und Fett stehen auf Trockensubstanz — also geteilt durch den Trockenanteil —, weil sich Sorten mit verschiedenem Wassergehalt sonst nicht vergleichen lassen. Die Spanne in Klammern sind die mittleren 50 % (25. bis 75. Perzentil).

Sorten mit angenommener Feuchtigkeit bleiben draußen. Die Umrechnung auf Trockensubstanz teilt durch 100 − Feuchtigkeit und hängt damit vollständig an diesem Wert. Bei Nassfutter ist er ausnahmslos deklariert; bei Trockenfutter muss er erst ab 14 % angegeben werden und fehlt deshalb oft — dort setzt die Erfassung sonst 9 % an. Eine Auswertung über das, was die Deklaration hergibt, darf nicht zur Hälfte auf einer Annahme ruhen. Das kostet Bestand, und es ist der richtige Tausch.

Verglichen wird ausschließlich innerhalb einer Tierart und einer Futterart. Eine über beides gemittelte Zahl würde vor allem messen, welche Gruppe zufällig mehr erfasste Sorten hat. Woher die Energie je Sorte stammt — deklariert oder nach Atwater gerechnet — steht auf jeder Produktseite; wie gut die Schätzung trifft, ist eigens nachgemessen.

Wie weit die Monatskosten insgesamt auseinanderliegen, steht unter Spanne der Futterkosten. Wo der Kilopreis in die Irre führt, unter Kilopreis-Irrtum. Was die Zahlen hergeben und was nicht, vollständig unter Transparenz.